Gott und die Welt

Sollte der folgende Text dem Leser als blasphemisch erscheinen, sei dazu gesagt: Wenn es keinen Gott gibt, gibt es auch den Begriff „Blasphemie“ in diesem Zusammenhang nicht, und wer zu gläubig ist um Kritik an seinem (Irr)glauben zu akzeptieren, sollte nicht weiterlesen und weiterhin und die Dinge glauben, die Menschen ihm eingeredeten haben, die es selbst von Menschen eingeredet bekamen, die es von Menschen eingeredet bekamen, die es von………….

Über Gott und die Welt kann man ja endlos diskutieren, endlos multipliziert mit der Anzahl der Religionen und Götter die es in den Gehirnen der Menschen gibt. In den kranken Gehirnen? Nein, in den ängstlichen Gehirnen, in den unsicheren Gehirnen, in jenen, die von Kindesbeinen an mit der Furcht vor einem allwissenden, allgegenwärtigen und allmächtigen Gott verseucht wurden. Die Furcht vor einem liebenden, gütigen Gott, der einen straft, wenn man ihn nicht verehrt, der einen dafür tötet. Wenn man den Geschichten des Alten Testaments Glauben schenkt, so ist er für den Tod von ca. 2.000.000 Menschen verantwortlich, und das aus Gründen wie Sonntags arbeiten, Freude am leben zu haben oder ihn zu ignorieren. Zum Vergleich dazu hat Luzifer (der Bringer des Lichts – der Erleuchtung – des Wissens) laut Bibel maximal 10 – 60 Menschen auf dem Gewissen. Kein Wunder, dass sich da einige Menschen zu dem geringeren Übel hingezogen fühlen. Abgesehen davon hat Gott Satan als vollkommenes und blitzgescheites Wesen gelobt, und wie weit ist es mit der Allwissenheit her, dass er ihn fragt, wo er war (Hiob 1;7), oder nicht vorausgesehen hat, dass er von seinem göttlichen Gehabe bald genug haben wird? Er hat ja auch Adam und Eva im Paradies gerufen, weil er nicht wusste wo sie waren. Und wenn man schon so allmächtig ist, muss man nicht den kleinen Moses voranschicken um Frauen und Kinder zu erschlagen, das könnte er doch ohne Probleme selbst schaffen. Was nun die Unfehlbarkeit angeht, so hätte er sich eigentlich die Sintflut sparen können, aber seine „Krone der Schöpfung“ ist ja wohl alles andere als vollkommen, und wenn der Mensch sein Ebenbild sein soll, na dann Mahlzeit. Luzifer fand die von Gott erschaffenen Menschen nicht so perfekt und berauschend, weshalb er dann schlussendlich auf die Erde verbannt wurde – also in die Hölle, dahin wo wir auch sind, und was Gott und seine Diener dann auf der Erde geleistet haben, konnte auch er nicht verhindern:

Ich will meine Pfeile mit Blut trunken machen, und mein Schwert soll Fleisch fressen, mit Blut von Erschlagenen und Gefangenen, von den Köpfen streitbarer Feinde! «Deuteronomium 32.42»

So will ich das Land wüst machen, daß eure Feinde, die darin wohnen werden, sich davor entsetzen. «Levitikus 26.32»

Tut den Midianitern Schaden und schlagt sie; «Numeri 25.17»

Aber in den Städten dieser Völker hier, die dir der HERR, dein Gott, zum Erbe geben wird, sollst du nichts leben lassen, was Odem hat, sondern sollst an ihnen den Bann vollstrecken, nämlich an den Hetitern, Amoritern, Kanaanitern, Perisitern, Hiwitern und Jebusitern, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat, «Deuteronomium 20.16-17»

So tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Frauen, die nicht mehr Jungfrauen sind; «Numeri 31.17»

Dieser Gott scheint doch wirklich ein Ebenbild des Menschen zu sein, wie er im Blutrausch schwelgt, dass einem fast übel wird.
Aber die Kinder liebt er wenigstens, oder nicht einmal diese unschuldigen Geschöpfe?

Es sollen auch ihre Kinder vor ihren Augen zerschmettert, ihre Häuser geplündert und ihre Frauen geschändet werden. «Jesaja 13.16»

so will auch ich euch im Grimm zuwiderhandeln und will euch siebenfältig mehr strafen um eurer Sünden willen, daß ihr sollt eurer Söhne und Töchter Fleisch essen. «Levitikus 26.28-29»

Also, wer so einen „Gott“ anbetet, sollte sich wirklich einmal über seinen Charakter Gedanken machen. Es sind ja darüberhinaus seine „eigenen“ Kinder ?! Da schimpft man einerseits über Nazis und bezeichnet jene als tugendhaft, die Anhänger eines solchen Massenmörders sind?
Er hat ja angeblich die Menschheit erschaffen, und nun ist sie ihm so zuwider, dass er sie abschlachten lässt? Ein Zeichen von Vollkommenheit? Eher ein Zeichen von Wahnsinn. Was Hitlers“Mein Kampf“ war, ist für Gott „Die Bibel“.

Die ganze Misere beginnt ja schon damit, wie die Bibel entstanden ist. Beispielsweise von insgesamt 72 Evangelien haben es gerade einmal 4 ins Buch der Bücher geschafft. Und wer hat das entschieden? Menschen. Das „heiligste Buch“ wurde von Menschen verfasst, von Menschen zusammengestellt, von Menschen gepredigt und von Menschen geglaubt, da ist kein Funken Göttlichkeit vorhanden. Ein Sammelsurium von historischen Erzählungen, Mythen und Legenden, von unbekannten Autoren verfasst, die ihrerseits auch nur vom „hörensagen“ ihre Informationen bezogen. Bis auf einige, mit denen aber die Religion nichts anfangen kann, und deren Texte meist nicht in der Bibel, sondern in den Apokryphen gelandet sind, weil sie nicht in das Weltbild der Religion und Politik der damaligen Zeit passten.

Gläubige Menschen versuchen nun mit allen Mitteln diese Schandtaten Gottes zu erklären, es dürfte aber schwer sein, Kindesmord zu legitimieren, darum wird man in der Kirche wohl kaum Bibelstellen wie diese zu hören bekommen. Von Aufforderung zum Kannibalismus (5. MOSE 28, 53 ), Anstiftung zum Völkermord bis zur Hetze gegen Andersgläubige und gegen Angehörige anderer Kulturen hat der liebevolle Gott wohl kaum eine Tat ausgelassen die man heutzutage mit Entsetzen und tiefster Verachtung entlohnt.

Das sollte wohl jedem klar denkenden Menschen die Erkenntnis bringen, dass diese Figur namens Jahwe oder Gott nichts anderes sein kann, als die Absage an das Denken. Gott ist eine Abkürzung für die Bedeutung „ich bin dafür nicht verantwortlich“.  „Gott hat es mir befohlen“ lauten nicht wenige Aussagen von biblischen Protagonisten. Diese Menschen hörten Stimmen. Das tun auch manche in unserer Zeit, die sich dann im Zentrum für seelische Gesundheit wiederfinden.
„Gott“ als solcher ist ja nie in Erscheinung getreten, hat sich bis dato noch niemanden gezeigt oder bewiesen, außer einigen schwachsinnigen, denen es noch schwachsinnigere glauben. Seit über 4000 Jahren hat ihn noch niemand gesehen, hat er noch kein einziges Zeichen gesetzt oder sich in irgendeiner Weise bemerkbar gemacht. Ganz im Gegenteil. Er sieht anscheinend mit Genugtuung zu, wie in unserer Welt Kinder verhungern, Menschen massakriert und ausgebeutet werden. Wer an ihn glaubt sollte sich überlegen, ob sein Gott vielleicht ein wenig pervers ist und Spaß daran hat, sich solche Dinge anzusehen, anstatt sich hinter auswendig gelernten Floskeln zu verstecken wie „die Wege des Herrn sind unergründlich“, aber es geschieht alles im Namen und mit dem Einverständnis des barmherzigen Gottes. Das generelle Problem ist, dass kaum einer, der gottesgläubig ist, jemals das Alte Testament gelesen hat.

Nun gut. Was sich da so auf der Erde abspielt ist ja unser Werk, aber wo bitte ist das Himmelreich? Oben, da oben im Himmel wurde uns gelehrt, und das haben die Menschen vor 2000 Jahren einem herumstreunenden Prediger namens Jesus von Nazareth – die römische Geschichte kennt ihn nicht –  auch geglaubt. Da gab es auch noch keine NASA, kein Hubble- oder Kepler-Teleskop. Der Himmel war oben, die Hölle war unten. Mit der Hölle mag man ja recht gehabt haben, denn „da unten“ ist es ja wirklich sehr unangenehm heiß, aber „da oben“ ist es dafür unangenehm kalt und leer und wenn das das Himmelreich ist, will da wohl auch keiner hin. Auch wissen wir bereits, wie und wann die Erde entstand, ja sogar wie alt das Universum ist und wie unser ganzes Sonnensystem entstand. Gott war es definitiv nicht, der die Erde erschaffen hat, und auch nicht den Mond, auch die Sonne nicht und die Planeten ebenso wenig. Was dann? Das ganze Universum? Davon weiß die Bibel nichts, und selbst wenn es so wäre, wäre unser Planet ein winziges Kügelchen innerhalb von Billionen von riesigen Kugeln, den Sternen. Das würde nicht einmal der göttlichste unter allen Göttern bemerken. Also wo soll Gott nun wohnen? Überall lehren uns die ach so großen religiösen Würdenträger. Gott ist immer und überall. Einzig und allein die Aussage „Gott ist in uns allen“ birgt eine gewisse Wahrheit. Das religiöse Zentrum befindet sich in unseren Köpfen. Der amerikanische Gehirnforscher  V._S._Ramachandran hat dies anhand von Versuchen belegt, was nichts anderes bedeutet, als dass der Mensch Gott erschaffen hat, nicht umgekehrt. Wo war der Christengott bevor es Christen gab? Wo war Allah bevor es Muslime gab? Und wo sind nun Zeus und Jupiter, Baal, Amun, Apophis und wie sie alle geheißen haben?

Dass Menschen mit angeblich klarem Verstand Religionen wie dem Christentum, Judentum oder dem Islamismus verfallen sind, ist schlichtweg paradox. Über ihr besseres Wissen hinaus, glauben sie das absolute Gegenteil. Sie wissen, dass die Erde, wie alle anderen Planeten auch, im Zuge der Bildung des Sonnensystems durch Staub- und Gaswolken entstanden ist, doch sie glauben, dass Gott die Erde erschaffen hat. Sie wissen, dass die Erde sich um die Sonne dreht und wir Bestandteil einer Galaxie sind, doch sie glauben, „da oben“ sei der Himmel und da wohnt Gott. Andere wieder watscheln einer Horde Pinguine gleich sieben mal um einen großen Würfel und glauben, dass sie dafür ins Paradies – wo immer das auch sein mag – kommen, und wieder andere sprechen mit einer Mauer, in der Hoffnung auf Erhörung. Würde dies ein einzelner tun, würde er sofort ein Einzelzimmer mit gepolsterten Wänden beziehen, aber weil es viele machen, ist das anscheinend schon in Ordnung. Dass moderne Menschen glauben, was vor über 3000 Jahren in der Bronzezeit geglaubt wurde, ist einfach grotesk. Wir schreiben das 21. Jahrhundert, wir fliegen in den Weltraum und wir können bereits Leben erschaffen, ziemlich sicher auch schon Menschen klonen. Wir können über 4 Milliarden Jahre in die Vergangenheit und in die hintersten Winkel des Universums schauen, doch wir haben bis dato keinen Gott, welchen auch immer, entdeckt, weil es schlicht und einfach keinen gibt. Doch wie Einstein schon richtig bemerkte, dass die Dummheit der Menschen unendlich ist, also immer und allgegenwärtig, könnte man nun die Vokabeln Gott und Dummheit vertauschen, und vieles wäre auf einmal erklärt. Denn die Religionen waren schon immer dafür zuständig, das Volk dumm, furchtsam und gefügig zu halten, und es ist wirklich erstaunlich, dass dies sogar heutzutage, im Atomzeitalter, noch so perfekt funktioniert. Dies wird ja vor allem sichtbar, wenn der Papst von seinem Balkon winkt und Millionen Menschen ihm zujubeln. Was macht ihn so heilig? Was macht ihn zum Vorbild und zum Oberhaupt der Gläubigen? Menschen. Wer sonst? Was hat er geleistet, dass er von so vielen Menschen verehrt wird? Absolut nichts. Er wird gewählt wie ein Politiker, zum Papst ernannt und schon wird er verehrt. Nun kommt man aber zu dem Punkt, an dem sich die Frage stellt, wen man da wirklich verehrt. Nehmen wir an, Jesus hat es wirklich gegeben, und die Evangelien sind authentisch, denn darauf ist ja, zumindest behauptet die Kirche es, der ganze Glaube aufgebaut, so müssten der Papst samt seinen Konsorten ihre Daseinsberechtigung hinterfragen. Wie Friedrich Nietsche schon ganz richtig bemerkte: „Die Kirche ist exakt das, wogegen Jesus gepredigt hat.“ Jesus setzt keinenHeiligen Vater als seinen Stellvertreter ein. Im Gegenteil: Er lehrt: „Ihr sollt niemanden unter euch Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist“ (Matthäus 23, 9).Und was machen die Katholiken? Der Papst wird „Eure Heiligkeit“ genannt und die Bischöfe und Kardinäle „Eminenzen“ und Exzellenzen“. Auch das Erscheinungsbild der katholischen Obrigkeit erinnert sehr stark an den heidnischen Mithraskult der vorchristlichen Zeit, dessen Oberpriester einen Ring und einen Stab trug und „sanctus Pater“, später einfach „Papa“ genannt wurde. Auch der Prunk der goldverzierten Gewänder und Sakrilegien der Kirche, sowie die hierarchische und elitäre Introvertiertheit des gesamten Klerus wäre Jesus ebenso ein Greuel, wie die Anmaßung der Kirchenamtsinhaber, göttliche Sakramente vergeben zu dürfen. Dass auch der Grund und Boden auf dem der Vatikan, das Hauptquartier der Kirche steht,  im Jahr 800 durch eine gefälschte Urkunde ergaunert wurde (Konstantinische Schenkung), wissen die wenigsten, und jene die es wissen, lässt es einfach kalt. Denn die Kirche darf man nicht kritisieren, sie ist göttlich, und wenn man sie kritisiert kommt man in die Hölle (übrigens ein von der Kirche erfundener Ort – ohne biblischem Hintergrund – rein von
bösen Menschen erfunden, und wie böse und gefährlich die Kirche ist, hat man wohl an der Inquisition deutlich gesehen) .
Wie die Kirche ihre Mitglieder bibelwidrig durch die Säuglingstaufe ergaunert und sich durch Gehirnwäsche und soziale Zwangsmaßnahmen am Leben erhält, wird in meinem Buch Irrlichter – Die Welt will betrogen sein (Pseudonym Wolfgang Krug) detailliert aufgezeigt.